Oh Mann! Dieser Schlag hat mich hart getroffen. Ich bin eigentlich ein Morgenmuffel und nun das: „Frau Gärtner, ab diesen Monat beginnt Ihre Arbeitszeit bereits um 6.30 Uhr.“ Puff! Mitten ins Gesicht. Anweisung vom Chef.

    Wecker
    Wecker

    Es gibt jetzt jeden Morgen eine Vorbesprechung für den Tag bevor das Tagesgeschäft startet. Aber 6.30 Uhr! Oh Mann! Das bedeutet für mich noch früher aufzustehen. Und das, wo ich doch so gern liegenbleibe. Mich noch einmal in die Decke kuschele. Die wichtigste Funktion an meinem Wecker: Snooze. Aber bei 6.30 Uhr ist keine Zeit mehr zum Snoozen. Das heißt aufstehen auf den letzten Drücker und Stress am Morgen.

    Wie kann ich mich da bloß motivieren und mein Zeitmanagement noch etwas verbessern? Wo lässt sich in meinen morgentlichen Abläufen noch ein wenig Zeit einsparen? Zeit die ich nutzen kann, um noch etwas länger zu schlafen.

    Na klar! Ein hoch auf die technischen Entwicklungen. Kaffeemaschinen starten neuerdings von selbst und kochen den Kaffee im Schlaf. So ein Gerät brauche ich auch. Frühmorgens aufstehen und der Kaffee ist fertig.

    Also bin ich gleich bei Amazon auf die Suche gegangen. Nach dem Studieren einiger Kundenbewertungen und einem ausgiebigen Preis-Leistungsvergleich, hatte ich mein Modell gefunden. Ich habe mir eine Kaffeemaschine mit Timer gekauft. Glücklicherweise hatte ich noch einen Geschenkgutschein vom Geburtstag. Den habe ich an dieser Stelle gut investiert. Ich habe Prime. Aus meiner Sicht unbezahlbar. Und schwups! Am nächsten Tag stand sie vor mir: meine neue Kaffeemaschine. Der heilige Gral meiner Küche.

    Voller Vorfreude packte ich meinen persönlichen Helfer für den Morgen aus. Ich konnte förmlich schon den Geruch von frischem Kaffee wahrnehmen. Der Aufbau war kinderleicht. Nach 2-3 Reinigungsdurchläufen und dem Befüllen mit Kaffee und Wasser war die Maschine startklar. Da ich kein Risiko eingehen wollte, machte ich einen Testlauf. Ich studierte die im schlechten Deutsch verfasste Bedienungsanleitung. Drückte ein Knöpfchen hier und ein Knöpfchen da. Es erschien eine Zeitanzeige. Nun nur noch das Knöpfchen mit der Kaffeetasse drücken und gespannt abwarten was passiert. Es tat sich erst einmal nichts. Ich musste die vorprogrammierte Zeit abwarten. Und dann. Nach 10 Minuten. Endlich! Das Gerät begann zu rauschen. Das Wasser kochte und der Kaffee füllte Tropfen für Tropfen die Kanne. Es roch fantastisch. Meine Augen strahlten. Ich hatte eine gute Investition getätigt, um mir meinen morgendlichen Alltag zu erleichtern.

    Nach dem Abendessen legte ich die Uhrzeit fest, zu der ich am nächsten Morgen meinen Kaffee trinken wollte. Entspannt fiel ich nach einem Film aus dem Abendprogramm in mein Bett. Der darauffolgende Tag konnte kommen.

     

    Kaffeetasse und Wecker
    Kaffeetasse und Wecker

     

    Zum Aufstehen wurde ich nicht von meinem Wecker,

    sondern von dem Duft aus der Küche von frisch gebrühtem Kaffee geweckt.

     

     

     

     

    Ich sprang aus dem Bett. Okay, das ist wohl eher eine Illusion. Ich setze ein Bein nach dem anderen auf die Bettkante und erhob mich langsam aus den Federn. Noch im Schlafanzug und Pantoffeln schlurfte ich mit verschlafenen Augen Richtung Kaffee. Nur er konnte mich dazu befähigen munter und fit in den Tag zu starten.

    „Du bist nicht du ohne Kaffee„, dachte ich und holte dabei meine Lieblingskaffeetasse aus dem Schrank. Sie hatte die Aufschrift: „Ohne Kaffee läuft hier nichts!“ Ja, auch die richtige Tasse ist wichtig. Denn Kaffee erreicht stellen, da kommt Motivation niemals hin.

    Mein Herz schlaegt Kaffee
    Mein Herz schlägt Kaffee

    Bereits nach 2 Tagen ist es nun zu meinem täglichen Ritual geworden: Abends die Kaffeemaschine für den nächsten Tag vorbereiten. Die Zeit einstellen. Schlafen. Aufwachen. Zur Kaffeemaschine pendeln. Die Kaffeetasse aus dem Schrank nehmen. Diese mit frisch gebrühtem heißen Kaffee befüllen. Einen Blick in die Tasse werfen. Genießen. Und gemütlichen ohne Stress in den Tag starten. Herz was willst du mehr! Und meinem Chef begegne ich freundlich mit einem Lächeln auf den Lippen. Wer hätte das gedacht, dass aus mir nochmal ein Morgenmensch wird! 6.30 Uhr – fuck off!

     

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