An diesem Wochenende wollten meine Freunde und ich mal nicht um die Häuser und durch die Clubs ziehen. „Auf Dauer ist das immer das Gleiche“, jammerte Jan. Also entschieden wir uns alle dafür, gemeinsam Pasta zu kochen. „Die Küche in Nicoles Wohnung ist die Größte.“ Somit stand fest, wo das gemeinschaftliche abendliche Dinner stattfinden sollte.

    Ich steuerte das Nudelrezept bei:

    Omas hausgemachte Eiernudeln

    Selbstgemachte Pasta
    Selbstgemachte Pasta

    Zutaten für 4 Personen:

    • 350g Mehl*
    • 3 Eier
    • Wasser
    • Salz

    Zubereitung:

    Mehl, Eier und Salz in eine Schüssel geben und vermengen. Wenn der Teig zu trocken ist, noch etwas Wasser hinzugeben. Ist er zu weich und klebrig, dann hilft noch ein wenig Mehl. Nun heißt es: Kneten, kneten, kneten. Solange bis ein glatter und fester Teig entstanden ist, der nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Den Teig mit Folie abdecken und eine halbe Stunde ruhen lassen. Anschließend leicht mit Mehl bestäuben und ausrollen. Die Nudeln in die gewünschte Form schneiden. Nach dem Schneiden müssen die Nudeln noch etwa 30 Minuten trocknen. In dieser Zeit sollte man Sie mehrfach wenden und nochmals mit Mehl bestäuben. Anschließend gibt man sie für 3-4 Minuten in kochendes Salzwasser bis sie „al dente“ und noch bissfest sind. Die Nudeln in einem Sieb gut abtropfen lassen. Sie können je nach belieben mit Pesto, Tomatens0ße oder Bolognese serviert werden. Parmesan nicht vergessen! BON APPETIT!

    *Übrigens: Wenn man anstelle von Weizenmehl, ein Roggen- oder Vollkornmehl verwendet, sind die Nudeln nochmal um einiges gesünder und mindestens genauso schmackhaft.

     

    Die anderen kümmerten sich um Anti-Pasti, Basilikum, Tomaten, Pinienkerne und frisches Olivenöl. Auch ein guter italienischer Rotwein durfte nicht fehlen. Schließlich gehört sich das ja so für einen ITALIENISCHEN ABEND.

    Tomaten und Basilikum
    Tomaten und Basilikum

    Rachel kam mit einer kleinen Wundermaschine. Ich hatte zuvor nicht bedacht, wie aufwendig das Schneiden per Hand werden würde, und auch nicht, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt. Aber wofür hat man Rachel! Als Sie mit der Pastamaschine unter dem Arm Nicoles Küche betrat, fiel uns ein Stein vom Herzen. Doch keine Handarbeit! Wir konnten mit der Pastamaschine den Teig dünn auswalzen und in die entsprechende Nudelform schneiden. So waren wir ruckzuck mit den Vorbereitungen fertig.

    Die 30 Minuten Wartezeit zum Trocknen der Nudeln nutzen wir sinnvoll. Stolz auf unsere Arbeit erhoben wir unsere Rotweingläser und prosteten uns zu. Währenddessen genossen wir bereits die ersten Anti-Pasti. Ich liebe ja das Grillgemüse mit in Ölivenöl eingetauchtem Baguette. Davon kann ich nie genug bekommen. Ein bisschen Platz musste ich aber dennoch in meinem Bauch für Hauptgericht und Dessert frei lassen.

    Langsam aber sicher lief uns allen das Wasser im Munde zusammen. Die Soße brodelte im Topf auf dem Herd. Auch die Nudeln kochten im Salzwasser vor sich hin. Der Tisch war bereits gedeckt. Es handelte sich nur noch um Minuten, bis wir das Leibgericht unserer südlichen Nachbarn genießen durften.

    Bei einem weiteren Glas Rotwein aßen wir das von uns eigens zubereitete Gericht. Wir schlemmten wie Gott in Frankreich. Oh nein, wohl eher wie Gott in Rom und fühlten uns dabei selbst ein wenig südländisch.

    Michael hatte zum Nachtisch eine Panna cotta mit Himbeersoße vorbereitet. Alle, die von den Nudeln noch nicht gesättigt waren, griffen auch hier zu und leckten sich die Finger.

    Mit unseren dick vollgefressenen Bäuchen fielen wir alle gemeinsam auf die Couch von Nicole. Dabei beschlossen wir einstimmig: „Nächste Woche geht es wieder Tanzen! Die Kalorien wollen verbrannt werden.“

    Für den heutigen Abend konnten wir uns jedoch zu keinen großartigen Bewegungen mehr hinreißen. So gemütlich wie wir alle auf der Couch saßen, ließen wir die Küche als Schlachtfeld zurück und den Abwasch Abwasch sein. Ich holte stattdessen lieber meine Gitarre hervor und stimmte „Se bastasse una canzone“ von Eros Ramazzotti an. Das Lied hatte ich speziell für diesen Abend einstudiert.

    Ich kam nicht ganz an das Original heran, aber das machte nichts. Die anderen grölten lauthals mit. Wir lagen uns in den Armen und wollten, dass der Abend nie vergeht.

     

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