Do-it-yourself ist in Deutschland in aller Munde. Bei Pinterest findest du 1.000 Ideen zu noch mehr Themen. Handwerken, Heimwerken und Basteln sind in Deutschland als Hobby mehr gefragt denn je. Die meisten Deutschen sitzen tagsüber am Computer. Eine eher monotone Arbeit. Zum Ausgleich werkeln Sie daheim in den eigenen vier Wänden. Und das mit den eigenen Händen. Ich wollte es mir daher nicht nachsagen lassen, ein „Arbeitsverweigerer“ zu sein. Oder gar das Handwerk zu scheuen. Somit begann ich damit, darüber nachzudenken, welches Projekt ich selbst in die Tat umsetzen wollte. Beim Anblick meiner Schallplattensammlung und der unzähligen Stapel an Vinyl-Platten kam mir dann die Idee. Es sollte ein Schrank für meine Musikalben werden. So hätten Sie endlich den Platz, den Sie verdienten – und ich wieder ein wenig mehr Ordnung. Da ich noch nie zuvor selbst einen Schrank gebaut hatte (die Möbel in meiner Wohnung hatte bisher immer mein Vater aufgebaut) informierte ich mich als erstes im World Wide Web (Glasfaserkabel und LTE sei Dank) über mögliche Bauformen, Materialien und Ausführungen. Nach einiger Zeit der Recherche wurde ich dann fündig.

    Schallplatten Auswahl im Plattenladen
    Schallplatten Auswahl im Plattenladen

     

    Es sollte ein Regal wie im Plattenladen werden. Die Platten lagen dabei leicht angewinkelt in den Schaukästen und man konnte Sie nach Belieben durchstöbern. Dieses Feeling wollte auch ich mir nach Hause holen.

     

     

     

    Ich hatte mich gut auf mein Projekt vorbereitet. Die Bauanleitung inklusive Bild und Video-Dokumentation aus dem Internet lag parat. Die benötigten Holzplatten hatte ich mir bereits im Baumarkt auf Maß zurechtschneiden lassen. Sonst hätten Sie auch gar nicht in meinen Ford 78/79 Bronco gepasst. Und das obwohl die Ladefläche nicht gerade klein ist. Auch Farbe, Pinsel und Schleifpapier hatte ich mir besorgt. Das einzige Gerät, das mir noch fehlte, war eine Winkelbohrmaschine. Zum Glück wusste ich, dass meine Schwester so ein Teil besitzt. So musste ich weder die fehlende Baumaschine kaufen, noch für eine Gebühr leihen. Das gesparte Geld konnte ich besser in das Material oder eventuell noch in eine neue Schallplatte investieren.

    Mit dem Anzeichnen der Bauteile auf den Holzplatten begann mein Bauprojekt. Sorgfältig und gewissenhaft nahm ich Maß, zeichnete an, kontrollierte, besserte bei Bedarf aus, und versuchte die Fläche der Holzplatten ohne zu viel Verschnitt zu nutzen.

    Nun begann der schwierigere Teil. Das erste Arbeitsgerät kam zum Einsatz: Eine Handkreissäge. Ich hatte Sie von meinem Vater geborgt, der mich natürlich nicht ohne ausführliche Einweisung in sein „Baby“ hatte gehen lassen. „Ich krieg das schon hin“, sagte ich damals zu ihm und verschwand. Nun stand ich mit der Säge in der Hand da und es war mir doch etwas mulmig vor dem ersten Schnitt. „Hoffenlich rutsche ich nicht ab!“ waren die Worte in meinen Gedanken. „Es kann soviel passieren!“ „Keiner da, der dir im Notfall hilft!“ „Paah, ihr blöden Gedanken! Macht ihr doch, was ihr wollt. Ich säge jetzt!“, sprach ich mir Mut zu und ließ die Säge laufen. Kurze Zeit darauf hatte ich die Seitenwände, die Rückwand und die Regalbretter sowie die Trennstege vor mir liegen.

    Der erste Teil der Arbeit war geschafft. Nun musste nur noch alles montiert werden. …

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