Wer bereits meinen ersten Beitrag zu meinem neuen Schallplattenschrank gelesen hat, der hat sich bestimmt auch gefragt, wie es nach dem Sägen weiterging. Nunja, bis zum Montieren war es dann doch noch etwas hin. Ich fand die Holzoberfläche und vor allem die Kanten noch sehr rau. So wollte ich den Schrank nicht in mein Wohnzimmer stellen. Also musste ich alles erst einmal fachgerecht (so fachgerecht es für einen Laien und Anfänger im Bereich der Holzbearbeitung geht) abschleifen. Auf die Dauer war das sehr mühsam.

    Nachdem ich mir bereits meine zarten Hände am Schleifpapier aufgekratzt hatte, rief ich meine Schwester um Hilfe. Es dauerte keine halbe Stunde, da kam Sie mit einem Geradschleifer um die Ecke. „Den habe ich für mein letztes Heimwerker-Projekt benötigt.“, tönte sie. Ob das das richtige Gerät für mein Vorhaben war? Letztendlich hat der Geradschleifer vor allem an den schmalen Kanten sein Soll erfüllt. Diese waren nun „glatt wie ein Baby-Popo“.

    Endlich könnte es weitergehen. „Wenn du schon einmal da bist“, rief ich meiner Schwester zu, „dann mach dich doch auch gleich nützlich!“ „Die Löcher habe ich bereits vorgebohrt, aber ich brauche noch zwei weitere Hände, die die Teile festhalten, während ich sie zusammenschraube.“ Hilfsbereit wie sie war, gab meine Schwester den Handlanger. Ich befestigte als erstes die Seitenwände an der Rückwand. Anschließend waren die Böden an der Reihe. Zum Schluß wurden Trennstege und Zierleisten montiert. Und mit einem Mal stand es in Rohform vor mir. Mein erstes eigens erbautes Regal. Ich war stolz wie Bolle und Oskar zusammen. Wer hätte gedacht, welche verborgenen Talente in mir schlummern? Vielleicht sollte ich über eine Umschulung zum Zimmermann, Schreiner oder Tischler nachdenken?!

    Da aber noch nicht aller Tage Abend war, ging es mit dem Bauvorhaben „Schallplattenschrank“ weiter. Es fehlte ja noch die Farbe. So schön ich Holz in seiner natürlichen Färbung auch finde, umso weniger passt diese Farbe zu meiner Einrichtung. Meine Schwester und ich schnappten uns Pinsel und Farbe und begannen mit dem Anstrich. Braune Grundierung und darauf Weiß sollte es werden. Ich wollte eine Art Vintage-Look erzeugen. Das hatte ich vorher schon einmal bei Holzkisten ausprobiert. Die Technik sowie das Resultat hatten mich begeistert. „Nur noch trocknen lassen, dann kannst du das Regal verräumen.“, freute sich meine Schwester nach getaner Arbeit. Als Dank dafür, dass sie mir ihre Freizeit geopfert hatte, lud ich sie auf eine Tasse von ihrem Lieblingstee ein. Ich versprach ihr außerdem, dass ich mich bei ihrem nächsten Projekt erkenntlich zeigen würde. Und das ließ sicherlich nicht lange auf sich warten!

    Schallplatten-Stabel
    Schallplatten-Stabel

     

    Wir stellten noch gemeinsam das Regal an seinen dafür vorgesehenen Platz und ich begann damit meine Schallplattensammlung auf die einzelnen Schrankfächer zu verteilen.

     

     

    Beim Einsortieren entdeckte ich noch die ein oder andere Rarität.

    Schallplatten
    Schallplatten

     

    Ich nahm mir die Zeit, meinen Schallplattenspieler zu starten und die guten Stücke der Reihe nach aufzulegen. Klänge von den Rolling Stones, den Beatles und anderen namhaften Musikern waren aus den Lautsprechern zu hören. Ich lehnte mich zurück und lauschte den Tönen.

    Schallplatten-Spieler
    Schallplatten-Spieler

    Diese Phase der Entspannung hatte ich mir nach all der harten Arbeit redlich verdient.

     

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